Einigermaßen ausgeruht geht es um 7 Uhr mit dem Shuttle zum Flughafen. Das schweizer Pärchen, das für vier Monate durchs Land reisen möchte, ist wieder dabei, denn die Beiden wollen ebenfalls nach Darwin – ins selbe Hotel. Wir nehmen ihnen wegen ihres Übergepäcks einen Koffer ab. Der Flug nach Darwin mit Quantas ist nahezu ausgebucht, aber erfreulich kurz. Es reicht gerade für ein kleines Frühstück, einen Spielfilm und schon sind wir in der feucht-warmen Kapitale der Northern Territories angekommen.
Wir machen uns mit einer kleinen Einkaufsliste gleich auf den Weg, kaufen ein Outdoor-Hemd für mich, einen Badeanzug für Gisela, Haarwaschmittel, Zahnpasta und was sonst noch fehlt. Zum Glück sind ein paar Geschäfte am Sonntag bis 16 Uhr geöffnet.
Anschließend machen wir uns auf einen langen Spaziergang nach Mindil Beach. Dort findet donnerstags und sonntags ein Flohmarkt statt, der nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische an. Es ist eine Mischung aus kommerziellem Flohmarkt, ein wenig Folklore (Musik, ein Peitschenknaller) und Fressmeile. Hauptsächlich asiatische Restaurants bieten hier mehr oder weniger authentisches Essen an. Viele Familien haben es sich unter den Bäumen gemütlich gemacht, Tisch und Stühle mitgebracht und verbringen so den Abend am Strand. Der ist kurz nach 18 Uhr dicht bevölkert, denn von hier kann man wunderschön die Sonne im Meer untergehen sehen – wenn keine Wolken da sind.- Aber heute sind die Wolken da und es bleibt ein schöner Blick auf’s Meer.
Nassgeschwitzt gönnen wir uns nach der Rückkehr ins Hotel noch ein ausgiebiges Bad im Pool. Herrlich entspannend und abkühlend.
Noch ein Tag in Darwin
Heute Nacht hat Gisela geträumt, dass die Tasche verschwunden bleibt. Das hebt nicht gerade die Stimmung. Nach dem Frühstück steuern wir den australischen ADAC an und lassen uns mit Karten- und Info-Material für unsere Strecke versorgen. Eine sehr freundliche Dame gibt uns noch ein paar Tipps und Hinweise. Nächste Station ist Giselas Lieblingsladen:“Northern Territories General Store“. Im Grunde genommen eine große Scheune, vollgestopft mit allem, was der Hardcore-Camper alles braucht. Hier erstehen wir eine Leichte Hose, ein Safariehemd, ein Camping-Handtuch, einen Hut und – ganz wichtig – den schärfsten Mückenschutz, den der Laden zu bieten hat. Er besteht wahrscheinlich aus reinster Chemie und gefährlichstem Gift.
Inzwischen ist es Zeit, unser Campmobil abzuholen. Im Taxi zu Abgabestation kommt dann der erlösende Anruf:“Ihr Gepäck ist da, es fliegt heute Nachmittag von Perth nach Darwin. SDie können es gegen 19:15 Uhr abholen“. Jeder kann sich vorstellen, wie glücklich Gisela in diesem Moment war.
Bei Britz stand der Hof voller großer und kleiner Camper. Die Abfertigung ist inzwischen durchorganisiert. Man bekommt einen kleinen DVD-Spieler in die Hand gedrückt mit einem Erkär-Video in deutscher Sprache. Anschließend wird der Wagen gemeinsam inspiziert und dann kann es losgehen.
Dachten wir, aber wir wollten ja unbedingt einen Surf-Stick für unseren Laptop und eine Prepaid-Karte für unser Ersatzhandy kaufen. Kann ja kein Problem sein, denn um die Ecke war ein Telstra-Shop. Aber von wegen: der Stick funktionierte nicht und die Fehlermeldung war eher kryptisch. Das Personalim Telstra-Laden waren Verkäufer, aber keine Experten. Also suchten wir gegenüber eine Fachfrau auf, aber die war auch schnell mit dem Latein am Ende.
Nächste Station war das moderne Casuariaway-Einkaufszentrum. Dort war schnell klar: ohne Neu-Installation von Windows(englisch) geht das nicht. Also noch schnell nebenan die notwendigsten Lebensmittel gekauft und wieder zurück zum blöden Telstra-Shop um das Geld zurück zu verlangen. Sie haben sich eine Weile geziert, aber dann die 79 Dollar wieder zurück auf die Kreditkarte gebucht.
Für die Fahrt nach Tumbeling Waters, der ersten vorgebuchten Station im Lichtfield National Park war es jetzt zu spät.
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