Donnerstag, 30. September 2010

Von Ayers Rock nach Perth

Schon wieder früh aufstehen. Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Schnell duschen, ein Tee und dann ab zum Sunrise Lookout. Natürlich waren wir nicht die einzigen, die sich bei dieser Kälte auf den Weg gemacht haben. Das Thermometer in unserm Wagen zeigte gerade mal 12 Grad an. Aber viel wichtiger war, dass der Himmel vollständig klart war, keine Wolke würde den Blick und die Fotos trüben. Anders als beim Fotoplatz für den Sonnenuntergang ist an dieser Stelle ein kleiner Rundweg mit verschiedenen guten Aussichtsstellen und einer Plattform auf einem kleinen Hügel. Wir haben etwas tiefer einen schönen Platz gefunden mi einem abgestorbenen Baum im Vordergrund und den Olgas im Hintergrund. Es war auch angenehm, das hier nicht so viele Japaner versuchten, besonders originelle Fotos zu machen – die tobten alle auf der Plattform herum.
Es ist schon beeindruckend, wie kurz hier näher am Äquator die Dämmerung ist. Ratzfatz war der Felsen gut sichtbar und um kurz nach sechs wurden auf einmal Schatten sichtbar. Wieder einige Minuten Später leuchtete der Felsen dann in voller Pracht. Wie gestern der Sonnenuntergang ein schöner Moment.
Zurück im Ressort wollten wir eigentlich frühstücken, aber im Pioneer Outback Hotel verlangten sie für ein Frühstück 30 (!!) Dollar, also über 25 Euro. Dann eben abwarten und etwas später in einer Cafeteria etwas einfacher, aber zum halben Preis. Überhaupt Preise: das Pioneer Outback Hotel ist auch eine Art Jugendherberge mit Schlafsälen. Unser „Doppelzimmer mit 4 Etagenbetten kostete immerhin 125 Euro. alle anderen Übernachtungsmöglichkeiten sind in Yulara deutlich teurer. Die Preise sind zum Teil verständlich, denn die nächste Stadt (Alice Springs) ist fast 400 Kilometer entfernt. Außerdem gibt es nur dieses eine Ressort und deshalb sind die Preise eben dem Angebot angepasst.
Wieder eine neue Erfahrung bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen. In Ayers Rock kann man ohne Probleme offenbar auch Lebensmittel und Flüssigkeiten mit an Bord nehemn. Bereits hinter der Kontrolle packte eien Familie ihre Taschen aus, es gab Kakao, Cracker mit Creme und Wurst. Na gut. Dafuer wurde fast jeder Passagier auf Sprengstoff getestet. "Und, finden sie oft etwas?" fragte ich den Sicherheitsbeamten. "Aber sicher", lautete seine Antwort. Viele Farmer arbeiten mit Chemikalien, die als gefährlich gelten, manche Minenarbeiter, die mit Sprengstoff hantieren, haben natuerlich Spuren davon an Kleidung und Gepäck.
Der Flug war ruhig und ereignislos, es gab leckere Wraps und ein Stück saftige Pizza und schon waren wir in Perth. Wieder die Uhr um anderthalb Stunden verstellt und ab in die Haupteinkaufsstrasse. Merkwürdiger Weise machen die Geschäfte hier spätestens um 6 Uhr dicht. Dann beginnt ganz langsam das Nacht- und Kneipenleben.
Wir sind nach Northbridge gegangen, einem Studenten- Kneipenviertel. Hier trafen wir auf einen alten Bekannten. "Der Rufer" von Gerhard Marcks steht auch hier, zur Erinnerung an den ersten UN-Tag zum Gedenken an die Opfer der Folter.
Nach einem Strongbow dry im "Messing-Affen" haben wir und dann ein vietnamesisches Restraurant ausgesucht. Offenbar eine gute Wahl, denn der Laden füllte sich in kurzer Zeit. Nach dem langen Tag fing die Nacht für uns entsprechend früh an.

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