Die Nacht war kurz, denn um 5 Uhr klingelte der Wecker. in freundlicher Taxifahrer brachte uns zum Flughafen. Einchecken und Sicherheitskontrolle völlig easy. Wir durften zu Fuß ein Stück über das Vorfeld marschieren. Da es gerade etwas regnete, gab es sogar kostenlose Schirme von Qantas. Das Flugzeug war eine Boeing 717 mit 110 Sitzen,. von denen aber nur 18 besetzt waren. Also für jeden von uns war ein Fensterplatz garantiert. Kurz nach dem Start konnte man unter(!) uns einen fast kreisrunden Regenbogen sehen. Der zweieinhalbstündige Flug verlief völlig ruhig. Immer wieder erstaunlich, dass es plötzlich mitten im Nirgendwo ein paar Straßen, eine Ansiedlung von Häusern oder sogar einen asphaltierten Flugplatz gibt.
Und dann kam der große Fels, der Uluru, in Sicht. Es ist beeindruckend, wie dieser Monolith in der fast ebenen Landschaft aus dem Boden wächst, 40 Kilometer weiter sein Gegenstück, die Olgas, oder richtiger die Kata Tjuta. Nach der Landung haben wir unseren Leihwagen abgeholt und die Unterkunft angesteuert. Das „Outback Pioneer Hotel“ ist eine bezahlbare Anlage, vor allem mit Mehrbett-Zimmer und Etagenbetten. Für die eine Nacht reicht es auf jeden Fall.
In Ayers Rock sind es etwas über 20 Grad, strahlend blauer Himmel und ein flotter Wind. Angenehm. Endlich mal nicht schwitzen. Das kam dann etwas später, denn wir wollten unbedingt den großen Felsen nicht wie vor 6 Jahren im Nieselregen, sondern mal bei Sonnenschein umrunden. Ein 10 Kilometer langer Wanderweg führt einmal rundherum. Wir habe rund 2 ½ Stunden dafür gebraucht. Es ist atemberaubend, wie der unterschiedliche Blickwinkel auf diesen massiven Felsen das Bild immer wieder neu entstehen lässt.
Giselas scharfem Auge war es zu verdanken, dass wir eines der hässlichsten Tiere des Outbacks gesehen haben: einen Dornenteufel (Thorny Devil). Ein Reptil, wie aus Zeiten der Dinosaurier übrig geblieben. Nach der anstrengenden Wanderung noch eine Fahrt zu den anderen roten Felsen, Kata Tjuta. Je näher man kommt, desto imposanter wird die Größe dieser Blöcke.
Am späten Nachmittag haben wir uns dann mit über 100 anderen Touristen auf dem Sunset-Lookout versammelt, um den Felsen in all seinen Farbschattierungen zu erleben. Fast spannender war, den vielen Japanern dabei zuzusehen, wie sie sich und Uluru möglichst originell aufs Bild bekommen. Aber auch die Zahl unserer Bilder ist nicht gerade klein. Verständlich, haben wir dieses Schauspiel ja beim letzten Besuch verpasst.
Das Foto bei untergehender Sonne ist toll - fast magisch.
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