Samstag, 25. September 2010

Von Mareeba nach Newell Beach

Unser Campingplatz war zwar ein wenig einfach in seiner Ausstattung, aber die Umgebung ist beeindruckend. Riesen große Granit-kugeln, ein natürlicher Pool, ein rauschender Bach. Der richtige Ort, um den Tag langsam anzufangen. nachdem wir alles gepackt hatten sind wir zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen. Unterwegs kamen die kleinen Felsenkängurus und ließen sich aus der Hand füttern. Niedliche Tierchen mit etwas zu kurz geratenen Oberarmen und einem langen, buschigen Schwanz. Beim Streit ums Futter konnte man sie ganz leises fauchen hören.
Nach einigen Kilometern und nur wenig Höhenunterschied waren wir wieder im Regenwald. Das Grün eine Spur saftiger, die Bäume größer und die Pflanzen dichter. An einer Baramundi-Fischfarm haben wir uns etwas Abendessen gekauft und dann Mossman angesteuert. Hier gibt es eine Gorge zu besichtigen und es werden Führungen durch den Regenwald angeboten. Außerdem lebt hier Jeremy Donovan, ein Didgeridoo-Spieler, den wir vor wenigen Monaten im Sendesaal bei einem Konzert gehört und gesprochen hatten. Leider scheint er jetzt in der Nähe von Brisbane zu leben. Doch zunächst zur Gorge: was für ein Schock, ein überfüllter Parkplatz, eine überfüllter Pendelbus und eine überfüllte Badestelle in einer breiten Schlucht im Regenwald. Nix wie weg. Gisela jammerte: „Ich will wieder zurück in mein Outback".
Also zur nächsten Station, dem Aboriginee-Kulturzentrum. Das klingt etwas hochtrabend , denn es ist nicht mehr als ein kleiner Ausstellungsraum mit Bildern und Boomerangs. Hier konnte man eine Führung buchen.
Anderthalb Stunden sind wir (noch ein weiteres Ehepaar mit Rosie, der Führerin, durch den Regenwald gegangen. Sie hat uns etwas über die Früchte und Bäume erzählt, von dem Leben ihrer Vorfahren und dem Leben der Aborigines jetzt erzählt. Es war zwar heiß und feucht im Wald und wir waren klitschnass, aber es ist eine beeindruckende Natur mit imposanten Bäumen. Im Gegensatz zum kostenlosen Besuch in der Gorge vorher war dies das Geld wert.
Jetzt sitzen wir in Newell Beach auf einem Campingplatz direkt am Meer. Die Sonne ist weg und es sieht nach Regen aus, deshalb haben wir uns für einen kleinen überdachten Stellplatz entschieden. Aber erst mal die Badesachen an und ab ins Meer. Eine leichte Brandung und sehr angenehme Temperaturen. Jetzt stecken unsere durchgeschwitzten Hemden und Hosen in der Waschmaschine und wir machen es uns ein wenig gemütlich.

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