Sonntag, 26. September 2010

Von Cooktown nach Ellis Beach

Zunächst gilt es noch, von gestern Abend zu erzählen. Wieder haben wir uns auf die Suche nach dem empfohlenen Restaurant „Shaddows" gemacht. Wieder sind wir falsch gelaufen, aber dann haben wir es doch gefunden. Ein kleines, recht versteckt gelegenes Restaurant mit ein paar Zimmern, in die man sich einmieten kann. Es wird geführt von einem männlichen Pärchen, die die Räume mit viel Liebe aber nicht immer treffsicherem Geschmack dekoriert haben. Es ist ein BYO, also „bring your own" Alkohol mit. Trotzdem bekamen wir illegal ein Glas Weißwein. Zur Vorspeise Knoblauchbrot und Garnelen in leichtem Tempurateig frittiert. Hauptspeise war ein Baramundi-Filet mit Lemonbutter-Sauce und ein Blue Salmon „Cajun Style". Dazu jeweils ein kleiner leckerer Salat. Und ohne Nachtisch geht nix, also noch eine Creme brulee. Zum Schluss hat uns der Koch noch seinen Hausfrosch vorgeführt. Ein quietschgrünes Tier, dass ihm eine Grille aus der Hand fraß!
Heute Morgen noch mal eine kurze Rundfahrt durch den Ort. Es gibt noch ein paar traumhafte unbebaute Grundstücke und auch ein rattenscharfes Haus am Hang mit unverbaubarem Seeblick zu kaufen. Leider wird am Weg zum Lookout-Hill gebaut und der botanische Garten – na ja, geschenkt. Also wieder ab nach Süden Richtung Cairns. Wir staunten nicht schlecht, als uns plötzlich ein Auto mit Warnblinkern, gefolgt von einer Meute Radfahrern, entgegen kam. Dieses Spiel wiederholte sich mehrfach. Es wurde das Cardic Rennen zum Palmers Roadhouse ausgetragen. Unglaublich, bei den Temperaturen und den vielen Steigungen mit dem Rad durch die Einöde zu düsen.
Zwischenstation war Port Douglas, ein fast schon mondäner Ort mit unglaublich vielen Geschäften, Hotels und heute am Sonntag auch mit einem Markt. Aber wie überall auf den Flohmärkten dieser Welt wird auch hier viel Schnickschnack und Schund neben nettem Schmuck und etwas Grünzeug angeboten. Welch ein Kontrast zu Cooktown. Obwohl nur 250 Kilometer auseinander gelegen ist Cooktown auf die Touristen vorbereitet, die sich in Massen in Port Douglas aufhalten. Hier ist auch Ausgangspunkt für alle möglichen Touren zum Great Barrier Reef, das von hier aus etwas schneller zu erreichen ist, als von Cairns.Weiter Richtung Cairns schlängelt sich die Straße am Meer entlang. Leider gibt es hier wenig Sandstrände, stattessen liegen Felsen im Wasser. Wir machen Halt an einem Aussichtspunkt, der von den Drachen- und Gleitschirmfliegern als Startplatz benutzt wird. Wir hatten Glück, denn nach kurzer Zeit war der Wind endlich so kräftig, dass die Hängegleiter starten konnten.
Nun noch ein kleines Stück und Ellis Beach, unser letzter Campingplatz für diesen Urlaub ist erreicht.- erliegt zwar an einem schönen Stück Sandstrand, aber dafür an der Hauptverbindungsstraße zwischen Cairns und Port Douglas. Die Autos rauschen definitiv lauter, als das Meer. Gisela ist ein wenig unglücklich ob der Platzwahl, aber wir werden auch das sicher überstehen. Außerdem soll es hier keine Mücken geben und dass ist auch etwas wert.

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