Dienstag, 14. September 2010

Von Edith Falls nach Mataranka

Heute haben wir es entspannt angehen lassen. Nachdem uns wieder lautes Vogelgezwitscher geweckt hat, sind wir erst mal wieder in den wunderschönen großen Pool von Edith Falls gesprungen. Es ist einfach wunderbar, die 300 Meter bis zum Wasserfall und wieder zurück zu schwimmen. Anschließend haben wir uns für einen kleinen Marsch angezogen und sind zum Upper Pool gewandert. Es ist keine sehr anstrengende Strecke, aber es war trotz der frühen Uhrzeit bereits knuffig warm. Nach etwas mehr als 40 Minuten kamen wir an den Upper Pool. Herrlich, hier ohne Badezeug zu schwimmen. Wir waren rechtzeitig fertig, bevor die ersten Park-Besucher kamen. Nach einem ruhigen Frühstück hieß unser nächstes Etappenziel Katherine. Die „Stadt“ ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam: hier hat die Idee von den Flying Doctors ihren Ausgang genommen und hier gibt es die größte „School of the Air“. Jeder kennt aus alten Australien-Berichten die Methode, Kinder auf entfernt gelegenen Farmen per Funk zu unterrichten. Heute hat das Radio ausgedient und stattdessen werden die Kinder über eine Satelliten-Computerverbindung mit Bild und Ton erreicht. Wir konnten einer Unterrichtsstunde folgen. Die Katherine School oft he Air hat ein Einzugsgebiet, das doppelt so groß ist, wie Großbritannien. Es gibt sogar Schüler im Ausland, wenn deren Eltern im diplomatischen Dienst, auf einer UN-Mission oder aus sogar mit ihren Kindern um die Welt reisen.
Katherine ist genau der richtige Ort, um noch mal die Vorräte aufzufüllen, um für die nächsten Tage unabhängig von Supermärkten zu sein. Milch, Äpfel, Tomaten, Wasser, Fleisch und Orangensaft stehen auf unserem Einkaufszettel. Eigentlich sollten wir hier auch einen neuen Feuerlöscher bekommen, aber leider hatte die vom Vermieter genannte Autowerkstatt geschlossen. Also fahren wir erst mal ohne weiter.
Noch mal rund 100 Kilometer und wir sind in Mataranka. Eigentlich hat dieses Dorf keinerlei Bedeutung, hätte nicht Leslie Elsey, eine Farmersfrau, vor annähernd 100 Jahren einen Roman über das Leben im Never, Never Land geschrieben. Ein Roman, der offenbar in Australien bekannt ist und der auch verfilmt wurde.Die zweite Besonderheit sind heiße Quellen, die schon vor dem zweiten Weltkrieg entdeckt wurden und nun „die“ Touristenattraktion sind. Aus dem Gestein strömt 34 Grad heißes Wasser in einen kleinen Pool mitten zwischen Palmen. Das Wasser fließt weiter in den nahegelegenen Fluss, der zum Glück frei von Krokodilen ist. Wir baden erst im Fluss und spüren die unterschiedlichen Wassertemperaturen. Im Pool selbst ist großes Rentner-Treffen. Sicher ist das Wasser gesund für alte Knochen. Na ja, auf jeden Fall ist es angenehm. Kurz vor Sonnenuntergang ist die Temperatur von 37 Grad am Tage etwas gesunken und wir können mal ohne zu schwitzen an unserem kleinen Campingtisch sitzen und im Schein unserer Stirnlampen Geflügelbratwurst, toasted Sandwich mit Käse und zum Nachtisch eine halbe Melone essen. Kaum waren wir fertig hoppelten zwei kleine Wallabys (Känguruhs) heran. Sie machten sich in sicherer Entfernung über die Reste unserer Melone her. (Wie war das noch?“Keine Wildtiere füttern, aber die waren ja ganz lieb.

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