Dienstag, 21. September 2010

Von Undara nach Atherton

Welch ein Wechsel! nach ungefähr 20 Minuten Fahrt wurde der Wald dichter, die Bäume höher, die Büsche größer und das Unterholz dichter. Eindeutig – wir nähern uns der Küste, den Wetlands und dem Tabelland, dass sich durch viele und ergiebige Niederschläge auszeichnete. Aber davon später.-Nach dem Frühstück haben wir noch einen schönen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt am Caravan Park gemacht. Es ist immer wieder schön, wenn man einige Kilometer weit schauen kann. Dann aber los auf die Straße (Asphalt natürlich) in Richtung Nordosten. So ganz klar uns noch nicht,. wo wie übernachten sollten, denn es gab so viele Besichtigungspunkte in den nächsten 100 bis 150 Kilometern, dass die Auswahl schwer viel. Unser erster Stopp war an einem schönen Wasserfall. Der nächste halt in dem winzigen Dorf Millaa Milla, das schon lange die große Zeit der Holzfäller und Goldgräber hinter sich gelassen hatte. Ein Supermarkt der aber auch allen möglichen anderen Kram verkaufte (für die Bremer: eine Art Lotze mit Lebensmittelabteilung). Und ein äußerst liebevoll gemachtes Museum voller altem Gerümpel. Unglaublich, was dort für ein Gerümpel gesammelt worden war. Unvorstellbar auch, dass es so etwas in einem Dorf dieser Größe irgendwo in Deutschland geben könnte.
Ähnlich ist es mit den Touristeninformationen. Auch daran herrscht in den kleinsten Ortschaften kein Mangel und sie sind gut ausgestattet mit Informations- und Werbematerial aus der näheren und weiteren Umgebung. Ähnlich ist es mit den Büchereien. Während die Infos nahezu ausschließlich mit ehrenamtlichem Personal arbeiten, sind die Büchereien mit bezahltem Personal ausgestattet und haben eine ausreichende Bandbreite an Büchern und anderen Medien. In der Regel gibt es dort auch einen Internetanschluss mit ansehnlicher Geschwindigkeit und zu niedrigen Preisen. Auf diesem Gebiet ist Australien schon vorbildlich.
Nächste Station war eine Bio-Käserei etwas abseits der Hauptstrecke. Man konnte durch eine Scheibe beim Käse machen zusehen, etwas zu Essen zu bekommen und natürlich auch Käse kaufen. Statt Käse haben wir uns für Käsekuchen entschieden (Mango, Sizilianisch und Schoko). Himmlisch.
Wieder eine neue Station war eine große Molkerei, die auch leckere Schokolade verkaufte. Auch dort haben wir uns eingedeckt (Birte: sie wird bestimmt schmecken, denn der Rohstoff kommt aus der Schweiz. Wir haben aber noch nicht probiert). Wir kamen genau rechtzeitig, um dabei zuzusehen, wie die Kühe gemolken werden. Sie marschierten in eine Art Karussell und ab ging die Post.
Schon am späten Vormittag hatte es zu regnen begonnen. Erst wie aus der Sprühpistole ganz fein, dann immer stärker und zwischendurch prasselte der Regen auch mal auf die Windschutzscheibe und spülte etliches vom gelben Staub ab. Aber im Grunde fuhren wie die halbe Zeit in den Wolken herum.
Inzwischen sind wir dich bei Atherton in einem schönen grünen Caravan Park, der Regen hat aufgehört und es duftet überall nach irgendwelchen exotischen Blumen. Der Vorteil dieses Caravan Parks ist: hier gibt es kostenlosen Internetzugang. Also Gelegenheit weitere Geschichten online zu stellen und die wichtigsten Emails zu beantworten.

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