In Australien heißt ein Bauernhof nicht etwa Farm, sondern Station und eine solche Station haben wir heute besichtigt. Sie liegt ungefähr 45 Kilometer vom Campingplatz entfernt. Die Station ist ca. 10.000 qkm groß und beherbergt etwas 20.000 Rinder. Sie gehört zusammen mit der Lawn Hill Station einer Gesellschaft, die sich zu 51 Prozent in der Hand der lokalen Aboriginies befindet. Die anderen 49 Prozent gehören der Minengesellschaft, die auf dem Gelände eine Zinkmine betreibt.
Auf Riversleigh war heute der große Tag für die Trainiees, die hier ihre Ausbildung als Jackeroo (australisch für Cowboy) bekommen und darüber hinaus viel für ihr künftiges Leben lernen sollen und können. Es ist der Versuch, der Jugend dieser sehr armen und etwas verwahrlosten Gemeinde eine Zukunft zu geben. Dieses Programm wurde vor 12 Jahren gestartet, als das Land den ursprünglichen Besitzern zurück gegeben wurde. Viel Land, ohne Tiere und natürlich auch ohne Geld. Inzwischen laufen die gemeinsam getragenen Stationen unternehmerisch erfolgreich und auch das Programm für die jungen Menschen hat einen sehr guten Ruf. Auf meine Frage, wie erfolgreich es ist, sagte der Geschäftsführer:“Als ich hierher kam, habe ich einen Jungen kennen gelernt, der schon zwei Mal versucht hat, sich umzubringen. Er lebt noch immer. Das zählt für mich als Erfolg.“
Aber zurück zum Geschehen auf der Farm, wo sich im Laufe des Vormittags die Verwalter von Nachbarfarmen, Vertreter der Minengesellschaft und eben Familienangehörige der Trainees versammelt hatten. Sie zeigten, wie gut sie (und ihre Pferde) in der Lage sind, die Arbeit auf einer Station zu bewältigen: vorwärts und rückwärts reiten, still stehen, seitwärts bewegen, dem Reiter dabei behilflich sein, ein Gattertor zu öffnen. Sie machten das mit großem Ernst, schick in Jeans, blauem Hem, manche mit Krawatte und alle mit einem großen Hut.
Nach einem leckeren Lunch (Steak, was sonst) wurde dann die Preisverleihung mit jeder Menge Reden eingeleitet. Beeindruckend, wie zwei Frauen, die dem Aufsichtsrat der Pastoral Holding Company (also der gemeinsamen Firma) angehören, kurz das Schicksal ihrer Eltern ansprachen, die Anfang des vergangenen Jahrhundert aus diesem Gebiet von der weißen Regierung deportiert worden waren.
Alles in Allem ein beeindruckender Tag.
Leider ist ein Hinterrad an unserem Wagen offenbar undicht. Es war schon ziemlich platt. Wir haben an der Farm Luft aufgepumpt und sind problemlos nach Hause gekommen. Morgen wollen wir den Reifen hier in Adels Grove Camp reparieren lassen.
Wir genießen noch einmal ein Bad im wunderschönen Wasser gleich neben unserem Standplatz.
Auf Riversleigh war heute der große Tag für die Trainiees, die hier ihre Ausbildung als Jackeroo (australisch für Cowboy) bekommen und darüber hinaus viel für ihr künftiges Leben lernen sollen und können. Es ist der Versuch, der Jugend dieser sehr armen und etwas verwahrlosten Gemeinde eine Zukunft zu geben. Dieses Programm wurde vor 12 Jahren gestartet, als das Land den ursprünglichen Besitzern zurück gegeben wurde. Viel Land, ohne Tiere und natürlich auch ohne Geld. Inzwischen laufen die gemeinsam getragenen Stationen unternehmerisch erfolgreich und auch das Programm für die jungen Menschen hat einen sehr guten Ruf. Auf meine Frage, wie erfolgreich es ist, sagte der Geschäftsführer:“Als ich hierher kam, habe ich einen Jungen kennen gelernt, der schon zwei Mal versucht hat, sich umzubringen. Er lebt noch immer. Das zählt für mich als Erfolg.“
Aber zurück zum Geschehen auf der Farm, wo sich im Laufe des Vormittags die Verwalter von Nachbarfarmen, Vertreter der Minengesellschaft und eben Familienangehörige der Trainees versammelt hatten. Sie zeigten, wie gut sie (und ihre Pferde) in der Lage sind, die Arbeit auf einer Station zu bewältigen: vorwärts und rückwärts reiten, still stehen, seitwärts bewegen, dem Reiter dabei behilflich sein, ein Gattertor zu öffnen. Sie machten das mit großem Ernst, schick in Jeans, blauem Hem, manche mit Krawatte und alle mit einem großen Hut.
Nach einem leckeren Lunch (Steak, was sonst) wurde dann die Preisverleihung mit jeder Menge Reden eingeleitet. Beeindruckend, wie zwei Frauen, die dem Aufsichtsrat der Pastoral Holding Company (also der gemeinsamen Firma) angehören, kurz das Schicksal ihrer Eltern ansprachen, die Anfang des vergangenen Jahrhundert aus diesem Gebiet von der weißen Regierung deportiert worden waren.
Alles in Allem ein beeindruckender Tag.
Leider ist ein Hinterrad an unserem Wagen offenbar undicht. Es war schon ziemlich platt. Wir haben an der Farm Luft aufgepumpt und sind problemlos nach Hause gekommen. Morgen wollen wir den Reifen hier in Adels Grove Camp reparieren lassen.
Wir genießen noch einmal ein Bad im wunderschönen Wasser gleich neben unserem Standplatz.
Was würde Sarrazin zu den Problemen dort sagen?
AntwortenLöschenIch stelle mir gerade vor, wie ich mit Euch in diesem Auto mit plattem Reifen sitze und mir vor Schiss in die Hosen mache.
Kuss Birte