Bei gelegentlichem leichtem Nieselregen ging es dann Hügel auf und Hügel ab weiter. Durch den Regen war die Staubschicht auf der Straße aufgeweicht und entsprechend matschig. Hin und wieder schlingerte unser Auto trotz Allrad hin und her. Unterwegs noch ein Stopp an der Copperfield Gorge, einer merkwürdigen Basalt-Schlucht mit lehmig-gelbem Wasser und später eine Mittagspause an einer einsamen Tankstelle an einer genau so einsamen Straßenkreuzung.
Ziel des Tages war Undara. Das Gebiet wurde vor etlichen Jahren von Farmland in ein Naturschutzgebiet oder National Park umgewandelt. Grund ist der besondere vulkanische Untergrund. Hier gibt es – einmalig auf der Welt – Vulkan-Tunnel. Als vor 125 Millionen Jahren der Vulkan Undara ausbrach, floss die Lava bergab und breitete sich über 100 Kilometer weit aus. Dabei passierte es, dass die obere Lavaschicht abkühlte und unten drunter die Lava heißer und flüssiger blieb und wie in einem Tunnel weiter floss. Als der Nachschub vom eigentlichen Vulkan ausblieb, floss die dünnflüssigere Lava nahezu vollständig aus diesen „Tunneln" heraus.
Zurück in der Dämmerung haben wir schnell in der Camping-Küche unser Hühnchen-Fleisch auf den Grill geworfen und lecker gespeist. Leider fing es schon wieder an zu nieseln. Deshalb wurden schnell wieder alle Sachen im Wagen verstaut. Zum Bericht schreiben, haben wir uns in den großen, überdachten Bar-Bereich zurück gezogen. Außerdem soll hier gleich Ken, einer der Guides, Schwänke aus dem Leben im Outback erzählen. Wir sind gespannt.
Übrigens: die Temperatur ist deutlich gesunken. Angenehme 20 Grad bringen uns jetzt nicht mehr ins Schwitzen. Wir ahnen so langsam, warum wir im Gepäck für alle Fälle ein warmes Jäckchen eingepackt haben.
es regnet wohl öfter dort...
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