Kurz nach unserem Start erreichten wir den Daintree River und haben dort erst mal eine Bootstour gebucht. Alles ganz öko – das Boot wurde elektrisch betrieben und hatte Solarzellen auf dem Dach. Der Kapitän hat sehr kompetent erklärt, was sich an Tieren und Pflanzen an und im Fluss befindet. Der tiedenabhängige Fluss wird von einem dichten Gürtel aus unterschiedlichen Mangroven gesäumt, alles ungeheuer grün. Mit seinen scharfen Augen entdeckte der Kapitän dann ein großes Krokodil (die zwei drei großen Männchen haben hier einen Namen. Wir haben „Scarface" gesehen, ca. 4 Meter lang, der ein Stück am Ufer entlang schwamm. Weiter gab es eine kleine Fledermaus, zwei verschiedene Arten von Fröschen und zwei verschiedene Baumschlangen (nicht giftig).
Weiter dann mit einer Seilfähre über den Fluss und rund 100 Kilometer endlich mal wieder eine Allrad-Strecke. An den wenigen Stellen mit Zugang zum Meer haben wir angehalten. Ein atemberaubender Strand, leider nicht zum Baden geeignet, denn erstens war Ebbe und zweitens sind auch hier die Croks zu Hause.
Hier entdeckten wir auch einen gut einen Meter langen Waran oder L:izard, der sich durchs Unterholz schlängelte (nicht gefährlich). Unterwegs haben wir noch die Bloomfield Falls angeschaut. Ein atemberaubender Wasserfall, der in einen schönen großen Pool stürzte. Eigentlich ideal zum Baden. Auf dem Rückweg sahen wir dann, warum man das besser nicht tun sollte. Auf der anderen Seite lag ein richtig großes Krokodil und wartete offenbar auf leichtsinnige Touristen.

Später passierten wir ein winziges Dorf, in dem an diesem Wochenende ein großes Musikfestival stattfand. Offenbar eine Mischung aus Hurrikane und Wacken Open Air. Dann schließlich wieder Asphalt und Ankunft in Cooktown, der nördlichsten „Stadt" in Queensland. Hier sitzen wir nun auf einem 4-Sterne-Campingplatz. Schwimmbad, Campingküche, Duschen und Toiletten sind sehr ordentlich.
Wir wollten zum Abendessen einer Empfehlung unseres Reiseführers Lonley Planet folgen und ein besonders gutes Restaurant aufsuchen. Aber bei unserem Marsch durch die Dunkelheit haben wir es nicht gefunden. Stattdessen gab es erst mal einen netten Plausch mit zwei Polizisten, die sich am Ortsausgang für eine Alkohol- und Drogenkontrolle aufgebaut hatten. Auf Drogengebrauch wird hier grundsätzlich kontrolliert, unabhängig von Alter oder Verdacht. Mit einem Testgerät wird ein Zungenabstrich genommen und nach vier Minuten kann man erkennen, ob alles in Ordnung ist, oder nicht.
Schließlich haben wir dann doch noch einen Platz zum Essen gefunden: den örtlich Bowl Club. Bowling ist hier etwas anderes als bei uns. Es wird im Freien auf einer Aschefläche gespielt und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Boule. Das Lokal selbst war gut gefüllt, obwohl es eher den Charme eines Jugendherberge-Speisesaals hatte. Aber dafür war das Essen sehr gut und wir bekamen sehr schnell Kontakt mit einem Ehepaar aus Cooktown. Sie erklärten uns, wo denn nun das Lokal liegt, dass wir nicht gefunden hatten und buchten uns auch gleich einen Tisch für den kommenden Abend. Und noch ein Plus hatte der Bowl Club: es gibt eine Curtesy Bus, also einen Minibus, der die Gäste auf Wunsch von der Haustür abholt und wieder zurück fährt. Das ersparte uns einen langen Fußmarsch.
Moin,
AntwortenLöschenleider wieder zu Haus und ab morgen im Büro. Tolle Fotos, die man hier findet. Aber die Krokodile würden mich nervös machen, im Ernst!
Und: Eigentlich müsste es doch heißen "....erst mal einen Plausch mit zwei netten Polizisten.....";-))
LG